Halloween – Volksbrauch

Warum feiert man eigentlich Halloween?

Halloween benennt die Volksbräuche am Abend und in der Nacht vor dem Hochfest Allerheiligen, vom 31. Oktober auf den 1. November. Dieses Brauchtum war ursprünglich vor allem im katholischen Irland verbreitet. Irische Einwanderer in den USA pflegten ihre Bräuche in Erinnerung an die Heimat und bauten sie aus.

Seit den 1990er Jahren verbreiten sich Halloween-Bräuche in US-amerikanischer Ausprägung auch in Europa.

Halloween wurde ursprünglich nur in katholisch gebliebenen Gebieten der britischen Inseln gefeiert, vor allem in Irland, während die anglikanische Kirche am Tag vor Allerheiligen die Reformation feierte. Mit den zahlreichen irischen Auswanderern im 19. Jahrhundert kam es in die Vereinigten Staaten und gehörte zum Brauchtum dieser Volksgruppe. Aufgrund seiner Attraktivität wurde es bald von den anderen übernommen und entwickelte sich zu einem wichtigen Volksfest in den Vereinigten Staaten und Kanada.

Der Brauch, Kürbisse zum Halloweenfest aufzustellen, stammt aus Irland. Dort lebte einer Sage nach der Bösewicht Jack Oldfield. Dieser fing durch eine List den Teufel ein und wollte ihn nur freilassen, wenn er Jack O fortan nicht mehr in die Quere kommen würde. Nach Jacks Tod kam er aufgrund seiner Taten nicht in den Himmel, aber auch in die Hölle durfte Jack natürlich nicht, da er den Teufel betrogen hatte. Doch der Teufel erbarmte sich und schenkte ihm eine Rübe und eine glühende Kohle, damit Jack durch das Dunkel wandern könne. Der Ursprung des beleuchteten Kürbisses war demnach eine beleuchtete Rübe, doch da in den Vereinigten Staaten Kürbisse in großen Mengen zur Verfügung standen, höhlte man stattdessen einen Kürbis aus. Dieser Kürbis war seither als Jack O’Lantern bekannt. Um böse Geister abzuschrecken, schnitt man Fratzen in Kürbisse, die vor dem Haus den Hof beleuchteten.

Amerikanische Halloweenbräuche verbreiteten sich im Verlauf der 1990er Jahre nach Europa, wo sie einen fröhlichen und weniger schaurigen Charakter als in Nordamerika haben. Besonders der Ausfall der Karnevalssaison wegen des zweiten Golfkriegs 1991 führte zur verstärkten Werbung der Karnevalsbranche für Halloween desselben Jahres. Halloween wird seit Anfang der 90er Jahre in Europa als Anlass für Feste und Feiern gesehen, die sich thematisch an diesen Bräuchen orientieren. Die zunehmende Beliebtheit, auch im deutschsprachigen Raum, führte im Übrigen zu einem Aufgreifen der Thematik durch Unternehmen, die thematisch passende Konsumgüter wie Literatur (Halloween-Kochbücher), Kostüme, Dekorationen oder Süßigkeiten bereitstellen. Auch das Umherziehen von Tür zu Tür, das klassische „Trick or Treat“, ist ein aufgegriffener Brauch in sehr vielen europäischen, asiatischen und südamerikanischen Ländern sowie in Mosambik, Simbabwe und Südafrika. Es wird allerdings fast ausschließlich am 31. Oktober praktiziert. Im Satanismus stellt der Vorabend von Allerheiligen einen der wichtigsten Feiertage dar.

Das Halloweenbrauchtum stellt eine Mischung aus Herbst-, Löse-, Heische- und Verkleidungsbräuchen dar. In diesem Sinne ist es vergleichbar mit Bräuchen zu Kirchweih (Kilbesingen), zu Erntedank (Räbenlicht), zu Martini (Räbechilbi, Martinisingen, Martinssingen), zu Allerheiligen (Flenntippln, Rubebötz, Riabagoaschtern) sowie in der Vorweihnachtszeit (Bochselnacht, Rauhnacht, Anklöpfeln, Andreasnacht, Glowesabend, Sunnerklauslaufen) und zu Silvester (Rummelpottlaufen, Hulken). Eine gewisse Ähnlichkeit besteht in den USA zum mexikanischen Brauchtum am Tag der Toten.

Der bekannteste Brauch in Nordamerika besteht darin, dass Kinder von Haus zu Haus gehen und mit „Süßes, sonst gibt’s Saures“ (verkürzt: „Süßes oder Saures“, englisch: trick or treat – „Streich oder Leckerbissen“) die Bewohner auffordern, ihnen Süßigkeiten zu geben, weil sie ihnen sonst Streiche spielen. Verkleidungen sind zu Halloween sehr beliebt. Kinder wie Erwachsene verkleiden sich als Feen, Fledermäuse, Geister, Hexen, Kürbisse, Skelette, Zombies, Tote, Vampire und Ähnliches. Typische Halloweenfarben sind schwarz, orange, grau, weiß, gelb und rot. Die zeitweiligen Übergriffe bis zum vermehrten Vorkommen von Brandstiftungen und Sachbeschädigungen in den USA geben der Mischief Night zum 1. November einen ähnlichen Unruhnachtcharakter wie im mitteleuropäischen Brauchtum der Walpurgisnacht.

Mit steigender Beliebtheit Halloweens wurde Kritik von verschiedenen Seiten laut. In Deutschland wird kritisiert, dass die alten Bräuche zunehmend verdrängt werden, beispielsweise das Martinisingen am 10. bzw. 11. November, bei dem an den Haustüren Lieder gesungen und als Belohnung Gebäck, Früchte oder Süßigkeiten erwartet werden. Ebenso beklagt wird Vandalismus durch Häuserschmierereien oder Eierwürfe, die zu vermehrten Einsätzen der Polizei zu Halloween führen.

Das Hochfest Allerheiligen, von dem Halloween seine Bezeichnung ableitet, gehört in einigen deutschen Ländern zu den sogenannten stillen Tagen. An stillen Tagen sind in einigen deutschen Ländern öffentliche Unterhaltungsveranstaltungen, die nicht dem ernsten Charakter dieser Tage entsprechen, verboten.

Insbesondere evangelikale Christen in den Vereinigten Staaten distanzieren sich sehr scharf von Halloween; sie vertreten die Meinung, dass mit dem Fest Missbrauch durch satanistische Vereinigungen getrieben werden könne, und lehnen Halloween als okkult ab. Andere verteidigen einen ungezwungenen Umgang mit Spuk und dem Unheimlichen zu Halloween durch Christen.

In den USA bekannt und umstritten ist die zeitlich begrenzte Errichtung sogenannter Hell Houses, die oft zeitlich parallel zu Halloween errichtet werden und aus Darstellungen der ewigen Verdammnis, des Himmels und eines zugehörigen Laster- und Tugendenkatalogs bestehen. Zuweilen kommt es dabei zu ungewollten Verwechslungen mit kommerziellen Halloweenveranstaltungen.

Gustav Tweer deutscher Flugpionier

Gustav Tweer kam am 5. November 1893 in Osnabrück zur Welt und starb am 1. November 1916 in Hannover. Vier Tage später wurde er in Osnabrück beerdigt.

Gustav Tweer wohnte in der Johannisstraße 35 in Osnabrück.

Er war ein deutscher Kunstflieger und Flugpionier. Gustav Tweer war der erste deutsche Sturz- und Schleifenflieger.

Leben

Gustav Tweer besuchte das Gymnasium Carolinum in Osnabrück. Nach der Schule absolvierte er eine kaufmännische Ausbildung.

Gustav wurde von seiner Mutter, der Putzmacherin Karoline Tweer, zur Lehre in das ihrer Branche verwandte Modegeschäft Finkenstädt und Breusing (heute Holthaus) gesteckt. Doch das war nicht sein Lebenstraum.

Er war von der Begeisterung für die noch ganz am Anfang stehenden Fliegerei angesteckt worden und hatte anscheinend jedes Buch zum Thema verschlungen. Gustav Tweer besuchte die Fliegerschule in Münster-Loddenheide und lernte die Fliegerei von der Pike auf, von dem Franzosen Adolphe Pégoud, der der erste Kunstflieger.

Von dort zog es ihn nach Bork bei Magdeburg, wo der Flugpionier Hans Grade seine ersten selbst konstruierten Flugapparate ausprobierte.

Seinen Pilotenschein mit der Nummer 180 bekam er am 18. April 1912 nach erfolgreicher Ausbildung in der Flugschule von Hans Grade.

1912 hielt er vor rund 10.000 Besuchern seinen ersten Flugtag in Melle ab und beeindruckte die Zuschauer mit Sturzflügen, Rückenflügen oder Loopings.

Auch im Juni 1912 veranstaltete Gustav Tweer einen „kaiserlichen Flugtag“ auf dem „Vehrter Rennplatz“, einer zur damaligen Zeit bekannten Pferderennbahn.

Gustav Tweer machte weitere verschiedene Flugvorführungen, unter anderem in Weimar und Erfurt, wo er am 31. Mai 1914 auf dem Johannesplatz seine Kunststücke vorführte. Die Stadtoberen standen aber der Fliegerei und speziell Tweers Flugkünsten, die sie in der Nähe von Zirkusakrobatik sahen, eher skeptisch gegenüber. Durch seine Kunstflüge, die Tweer veranstaltet hat wurde er nach und nach in der Osnabrücker Bevölkerung von einer solchen Welle der Begeisterung getragen, dass auch die Stadtväter sich „ihrem Flieger“ nicht mehr verschließen konnten. Ab Ende 1912 wurde die Netter Heide sein Heimatflughafen.

Bei Beginn des Ersten Weltkriegs meldete er sich als Freiwilliger bei der Fliegertruppe. Er flog als Artillerie-Beobachter an der Ost- und Westfront sowie bewaffneten Begleitschutz für Aufklärer. 1915 wurde er vom Kriegsdienst abberufen und wechselte als „Einflieger“ zur „HAWA“, der Hannoverschen Waggonfabrik. Dort verunglückte er am 1. November 1916 tödlich, als er einen neuen Flugzeugtyp einflog. Eine der Tragflächen brach. Die Maschine stürzte auf die Vahrenwalder Heide. Der erst 23 Jahre alte Pilot war sofort tot.

Begraben wurde Gustav Tweer auf dem Johannisfriedhof in Osnabrück. Sein Grab auf dem Osnabrücker Johannisfriedhof wird heute bei keiner öffentlichen Führung ausgelassen.

Auf einer Gedenktafel an seinem Wohnhaus in Osnabrück wird Tweer als der „erste deutsche Kopf- und Sturzflieger“ bezeichnet.

Auszeichnung

Eisernes Kreuz (1914) II und I. Klasse

Uhrenmuseum in Bad Iburg

Das Uhrenmuseum in Bad Iburg ist einem Gebäude gegenüber dem Gografenhof untergebracht. Das Gebäude wurde 1820 erbaut und das Museum wurde von dem Uhrensammler und Kaufmann Peter Taschenmacher im Jahr 1976 eröffnet. Seitdem hängt am Gebäude die weltweit größte, funkgesteuerte Taschenuhr, diese hat es mit einem Gewicht von 150 KG und einem Durchmesser von 180 cm in das Guinessbuch der Rekorde geschafft. Hier steht die Zeit nie still in diesem tollen Museum, überall tickt, bimmelt oder es ruft der Kuckuck. Kuriose und seltene Uhren, wie zum Beispiel eine Turmuhr aus dem Jahr 1688 oder viele Schwarzwälder Uhren gehören ebenso zu den ausgestellten Exponaten, wie auch Parkuhren aus den 1970er Jahren. Eine Sonnenuhr aus 1470 ist das älteste Stück, was der Besucher dort vor Ort vorfinden wird. Doch es gibt auch sonst noch vieles, sehr interessantes zu sehen und zu hören, unter anderem kostbare Taschenuhren, Skelettuhren, eine französische Mittagskanonenuhr, die mit einem lauten Knall die Mittagsruhe beendet und die Menschen damit sicherlich gut geweckt haben wird. Uhren, Erinnerungsstücke, wie zum Beispiel Stocknägel oder sonstige Souvenirs sind dort ebenfalls käuflich zu erwerben. Derzeit umfasst die komplette Sammlung im Jahre 2019 888 Uhren. Wer selbst alte Uhren noch besitzt und diese auf Vordermann gebracht, bzw repariert haben möchte, der kann sich vertrauensvoll an Herrn Taschenmacher wenden. Er kann die alten Exponate mit viel Glück wieder zum Leben erwecken. Das Museum ist täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Im Gebäude befindet sich eine Beratungsstelle für Schwangere, ein Friseur, eine Podologie Praxis und ein Café-Restaurant. Seit 2009 gibt es dort eine Armbanduhr, diese ist die größte von Deutschland, 4 m lang, zu bestaunen.

Der Hasefriedhof in Osnabrück 

Der „Todtenhof vor dem Hasetore“, der heutige Hasefriedhof, wurde 1809 außerhalb der damaligen Stadtmauer angelegt und befindet sich im Norden der Stadt und hat eine Ausdehnung von ungefähr 10,5 ha.

Er gliedert sich in sechs Abteilungen und weist als Besonderheiten eine Kriegsgräberanlage und die markante Kapelle, die 1866 entstand. Heute finden Konzerte und andere Kulturveranstaltungen in der Kapelle statt.

Das geschah auf Napoleons Erlass, da die Hygienezustände auf den innerstädtischen Friedhöfen furchtbar waren. 200 Jahre lang fanden hier die Bürger der Altstadt ihre letzte Ruhe. Im Jahre 1995 fand das letzte Begräbnis statt. Der Friedhof wurde 2015 entwidmet und dient seitdem als Parkanlage und als Naherholungsgebiet.

Heute steht der über 200 Jahre alte Friedhof unter Denkmalschutz.

Übrigens ist der Friedhof nach dem Fluss Hase benannt.

Eine Reihe von bedeutenden Personen wurden auf dem Hasefriedhof beerdigt. Das kann man aus den imposanten Gräbern und Mausoleen schließen. Ein Teil der Gräber sind leider nicht mehr erhalten, daher findet man an den Stellen der Gräber Erinnerungstafeln. Dazu gehören die Gräber von Anna Maria Remark und Elfriede Scholz, von der Mutter und der Schwester des Schriftstellers Erich Maria Remarque. Eine weitere berühmte Tote ist die Schriftstellerin Jenny von Voigts. Berühmt wurde sie jedoch nicht für ihre Werke, sondern für ihre Freundschaften und ihren Regen Briefverkehr mit bedeutenden zeitgenössischen Dichtern wie Johann Wolfgang von Goethe, Matthias Claudius oder Johann Gottfried Herder.

Schnitzeljagd auf dem Hasefriedhof ?

Ein spezielles Angebot gibt es für Kinder, Jugendliche und auch für neugierige Erwachsene. Man kann mittels eines Adventure-Spiels den Friedhof erkunden. Auf http://www.adventure-hasefriedhof.de wird eine digitale Schnitzeljagd angeboten, bei der man ganz viel über Kunst und Kultur auf dem Friedhof erfährt, z. B. Informationen über Grabsymbole, über das Leben der Toten oder über Beerdigungsrituale. Anhand von QR-Codes kann man man einzelne Stationen erkunden.

Courage-Preis

Der Courage-Preis ist ein Preis, der an Personen und Einrichtungen verliehen wird, die sich in besonderer Weise um das Gemeinwohl verdient gemacht haben.

Komitee Courage   

Der Verein „Komitee Courage  Bad Iburg e. V. verleiht jährlich den Preis, der mit 5000 Euro dotiert ist und immer Ende September vergeben wird. 

Das „Komitee Courage“ besteht seit 1995; Initiator und Vereinsehrenmitglied ist der Bad Iburger Kaufmann Gerd Schöwing.  1996 wurde der Courage-Preis das erste Mal verliehen. 

Die ersten drei Preisträger erhielten eine Anstecknadel in Form des Buchstabens C, seit der vierten Preisverleihung erhalten sie eine zunächst von dem Wallenhorster Künstler Lutz Sundorf und jetzt von dem Osnabrücker Künstler Volker-Johannes Trieb gestaltete Skulptur.

Vor der Preisverleihung im Rittersaal von Schloss Iburg findet die Eintragung der Preisträgerin/des Preisträgers ins Goldene Buch der Stadt Bad Iburg statt, gefolgt von „Iburger Friedensbrot und Friedenswein“. Bis 2016 gab es die Podiumsdiskussion „Gespräch am Kamin“ im Bankettsaal des Schlosses, sie wurde 2017 durch einen Impulsvortrag ersetzt. Nach der Verleihung gibt es den „Iburger Fisch-Schmaus“.

An den Podiumsgesprächen nehmen Personen aus Politik, Kultur, Gesellschaft und Wirtschaft teil, so im Jahr 1998 der Journalist Michel Friedman und Tilman Zülch (Gesellschaft für bedrohte Völker), 2001 Hellmuth Karasek, Literaturkritiker und Hochschullehrer, 2003 Christian Wulff, damals Ministerpräsident des Landes Niedersachsen, 2004 Rudolf Seiters, ehemaliger Bundesinnenminister und Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, 2006 Ursula Engelen-Kefer (DGB) oder 2009 Asfa-Wossen Asserate, Unternehmensberater und Autor.

Prominenteste Preisträgerin war im Jahr 2009 Königin Silvia von Schweden, die 1999 die World Childhood Foundation gründete. Die Laudatio hielt der Vorjahrespreisträger Richard Oetker. Der Preisträger des Jahres 2010, Peter Maffay, enthüllte auf dem Hanseplatz in Bad Iburg eine Stele, die an die Gründung des Komitees Courage 1995 und das Ziel des Preises erinnert. Die Laudatio auf Maffay hielt Franz Müntefering. Erster Preisträger war 1996 Harry Jahns (* 24. März 1933 in Łódź), der von 1949 bis 1954 die Niedersächsische Heimschule Iburg im Schloss Iburg besuchte, dort ab 1970 als Lehrer tätig war und die Schlosskonzerte ins Leben rief.

Der Initiator des Preises, Gerd Schöwing, wurde für sein Engagement 2018 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Preisträger   

1996    Harry Jahns, Künstlerischer Leiter der Schlosskonzerte Bad Iburg

1997    Jürgen Großmann, Manager und Unternehmer

1998    Franz-Josef Bode, Bischof von Osnabrück   

1999    Uschi Glas, Schauspielerin   

2000    Hans-Dietrich Genscher, Politike

2001    Sabine Christiansen, Journalistin und Produzentin

2002    Dagmar Schipanski, Wissenschaftlerin und Politikerin

2003    Joachim Gauck, Theologe, erster Bundesbeauftragter der BStU

2004    Dagmar Berghoff, Hörfunk- und Fernsehmoderatorin   

2005    Gyula Horn, ehemaliger Ministerpräsident Ungarn

2006    Die Bürger der Stadt Leipzig, stellvertretend an Christian Führer und Siegfried Grötsch

2007    Ulrike Folkerts, Schauspielerin

2008    Richard Oetker, Unternehmer,     Einsatz für den Weißen Ring

2009    Königin Silvia von Schweden    Gründerin der World Childhood Foundation

2010    Peter Maffay, Musiker   

2011    Iris Berben, Schauspielerin

2012    Marietta Slomka, Journalistin   

2013    Ullrich Kasselmann, Hofbesitzer und Pferdezüchter   

2014    Reinhold Messner, Extrembergsteiger

2015    Michael Stich, Tennisspieler

2016    Katja Riemann, Schauspielerin

2017    Eckart von Hirschhausen, Arzt und Komiker

2018    Gerd Schöwing, selbständiger Kaufmann

2019    Hannes Jaenicke, Schauspieler

Ein schönes Denkmal in Haste, Osnabrück

Dieses Denkmal ist den Soldaten aus dem Stadtteil Haste gewidmet, die in den 1.und 2. Weltkriegen gefallen sind und als vermisst gelten.

An beiden Seiten des Denkmals sind große Sandsteintafeln mit all den Namen der gefallenen Soldaten des 1. Weltkrieges.

Später wurde eine weitere Erinnerungsplatte für die Toten des 2. Weltkrieges angebracht.

Inschriften

ICH BIN DIE AUFERSTEHUNG UND DAS LEBEN.

WER AN MICH GLAUBT DER WIRD LEBEN AUCH

WENN ER GESTORBEN IST. JOH. 11,25

IHREN IM WELTKRIEGE

1914 – 1918

FÜR HEIMAT UND VATERLAND

GEFALLENEN SÖHNEN

DIE DANKBARE GEMEINDE

HASTE

ZUM GEDENKEN DER 195 GEFALLENEN

UND 92 VERMISSTEN

DES 2. WELTKRIEGES

1939 – 1945

IM STADTTEIL HASTE

Das Denkmal wurde am 14.6.1924 eingeweiht und der Gemeinde Haste übergeben.

Es befinden sich Ecke Hardinghausstr./ In den Bleeken.

Geschichte der Meyerhofschule in Bramsche

Das Schulwesen in Bramsche begann im 16. Jahrhundert und da startete auch der Beginn der Meyerhofschule.

Der Stifter der ersten Bramscher Schulen war Jakob Gresel, Professor der Universität Köln und Kanonikus zu Rees am Rhein, geboren im Hedemannskotten in Hesepe. Er ließ um 1552 den „Spiker upen Kerckhawe tho Bramsche“ errichten. Im Erdgeschoss befand sich eine bescheidene Lehrerwohnung, den ganzen Bodenraum nahm die Schulstube ein.

Jakob Gresel, Professor der Universität Köln und Kanonikus zu Rees am Rhein, geboren im Hedemannskotten in Hesepe. Er ließ um 1552 den „Spiker upen Kerckhawe tho Bramsche“ errichten. Im Erdgeschoss befand sich eine bescheidene Lehrerwohnung, den ganzen Bodenraum nahm die Schulstube ein.

Das Gebäude wurde oft als „elende Behausung“ bezeichnet, so dass im Jahre 1779 für 825 Taler ein Neubau an seiner Stelle entstand, der 1909 der heutigen Superintendentur Platz machte.Über dem Eingang des zweiten Schulhauses wurde eine Holztafel angebracht, die an den Schulgründer Gresel erinnern soll. Diese Holztafel befindet sich heute immer noch im Besitz der Meyerhofschule.

Über dem Eingang des zweiten Schulhauses wurde eine Holztafel angebracht, die an den Schulgründer Gresel erinnern soll. Diese Holztafel befindet sich heute immer noch im Besitz der Meyerhofschule.

Dadurch dass es immer mehr Schüler gab, und der Platz in der Schule nicht mehr ausreichte wurde 1854 dann das dritte Schulgebäude, der große Neubau am Kirchenplatz, seiner Bestimmung übergeben und die Greselsche Schule in eine Volks- und Bürgerschule (später Mittelschule) geteilt.

105 Jahre Gebäude Meyerhofschule

  • 1889 wurde für 15.000 Mark der Meyerhof gekauft, um dort eine Schule zu errichten

  • 1891 konnte auf dem Gelände des alten Meyerhofes das neue Gebäude bezogen werden. Hier wurden die Klassen 4 bis 7 unterrichtet, die Klassen 1 bis 3 blieben in der alten Schule am Kirchplatz.

  • 1903 wurde die Turnhalle gebaut.

  • 1911 Anbau an die Meyerhofschule

  • 1938 Zusammenlegung der evangelischen Volksschule Meyerhofschule mit der katholischen Schule. Die Schule wurde deutsche Gemeinschaftsschule genannt

  • Im 2. Weltkrieges wurde die Schule zeitweise als Lazarett genutzt

  • August 1945 begann der Unterricht wieder, zunächst aber nur für die Grundschule, ab Oktober auch für die Oberstufe

  • 1947 Wiedereröffnung der katholischen Konfessionsschule

  • 1951 der Bau der Gartenstadtschule am Lutterdamm

  • 1961 erhielt die Schule offiziell den Namen „Meyerhofschule“.

  • 1962 erfolgte die Einführung des 9. Schuljahres

  • 1971 im Rahmen der Neugestaltung des Schulwesens würde es eine reine Grundschule

  • Um 1994/1995 weiterer Anbau

Ein Dank für die Fotos von der heutigen Meyerhofschule geht an Xaver S.

Bucksturm – historischer Turm in Osnabrück

Der Bucksturm wurde früher Bocksturm genannt. Dieses Bauwerk in Osnabrück steht unter Denkmalschutz.

Der Turm mit halbrundem Grundriss wurde Anfang des 13. Jahrhunderts errichtet. Nach beiden Seiten zur Stadtmauer war der Turm offen. Es diente als Wachturm zwischen dem Heger Tor und dem Natruper Tor an der Osnabrücker Stadtmauer. In diesem Abschnitt wurde die Mauer Bocksmauer genannt. Angeblich hat der Turm seinen Namen nach einem Stein mit Bockskopf, Der Bucksturm hat einen Durchmesser von 10,7 Metern.

Der Turm war nur für kleinere Handfeuerwaffen vorgesehen. Das kann man durch die relativ kleinen Schießscharten erkennen.

Die Wachen durchschritten bei ihrem Wachdienst von der Mauer aus den Turm und konnten sich hier in der kalten Jahreszeit an einer Kohlenpfanne aufwärmen.

Das städtische Gefängnis war im Mittelalter im Turm untergebracht. Angeblich soll im frühen 14. Jahrhundert Graf Simon zur Lippe eingesessen haben. Johann von Hoya war von 1441 bis 1448 im so genannten Johanniskasten im zweiten Geschoss inhaftiert, wegen Raubritterums. Der Johanniskasten war ein Kastengefängnis aus massiven Eichenbohlen.

Der Johanniskasten war ein Kastengefängnis aus massiven Eichenbohlen.

Sechs aus Münster nach Osnabrück entsandte Prediger des Täuferreichs waren weitere Gefangene, ehe sie am 18. oder 19. Oktober 1534 nach Iburg in den Bennoturm des dortigen Schlosses Iburg gebracht wurden. Zusätzlich kam während der Hexenverfolgung im 16. und 17. Jahrhundert die Funktion einer Folterkammer hinzu. Heute zeigt der Turm eine Ausstellung über die Hexenverfolgung, jedoch sind keine Folterinstrumente mehr zu sehen, die noch Anfang des 20. Jahrhunderts vorhanden waren. Die ursprüngliche Höhe des Turmes betrug 28 Meter. 1805 mussten wegen Baufälligkeit rund zehn Meter abgetragen werden. Seither hat er vier Geschosse.

1922 wurde an der Westseite ein Kriegerdenkmal für die Soldaten des Infanterie-Regiments „Herzog Friedrich Wilhelm von Braunschweig“ (Ostfriesisches) Nr. 78 angebracht. Der Entwurf des Denkmals stammt von dem Bildhauer Hermann Hosaeus (1875–1958). Es wurde aus Anröchter Stein angefertigt und am 1. Oktober 1922 eingeweiht.

Weitere Überreste der ursprünglich dreißig Befestigungsbauwerke sind der Neustädter Turm, der Pernickelturm und der Plümersturm. Die meisten Wälle und Mauern wurden im Zuge der Stadterweiterung im 19. Jhd. abgetragen. Geblieben sind in Osnabrück die Namen (Schlosswall etc.), und unter hohen Linden kann man immer noch auf dem Herrenteichswall flanieren – mit einem schönen Blick auf Hase und Dom.

Der Hexenturm an der Hase ist in seiner Bemalung an einen mittelalterlichen Wehrturm angelehnt, dient aber eigentlich als Notausgang eines darunterliegenden Parkhauses. Er soll an den mittelalterlichen Vorgänger an dieser Stelle erinnern, bei dem die der Hexerei angeklagten Frauen die Wasserprobe erdulden mussten.

Charlottensee – Bad Iburg

Im Kurpark von Bad Iburg, Landkreis Osnabrück gibt es einen künstlichen Teich – den Charlottensee.

Der Iburger Kurverein, der im Jahre 1932 gegründet wurde, war der Initiator der Anlage des Sees unterhalb des Schlosses Iburg.

Der Charlottensee wurde von 1932 bis 1933 durch den Freiwilligen Arbeitsdienst erschaffen.

Früher befand sich an der Stelle des Sees der Mühlenteich der Schlossmühle.

Da ab 1900 die Mühle nicht mehr mit Wasserkraft betrieben wurde, versumpfte der Mühlenteich.

Am Mühlenteich hatte Fürstbischof Philipp Sigismund von Braunschweig-Wolfenbüttel eine Wassermühle bauen lassen, die heute als Schlossmühle bezeichnet wird und gastronomischen Zwecken dient.

Der Charlottensee hat eine Fläche von 1,55 Hektar. Baubeginn war am 15. Mai 1932. Am 18. Juni 1933 wurde der See der Öffentlichkeit übergeben und nach der 1668 im Iburger Schloss geborenen späteren preußischen Königin Sophie Charlotte benannt. Von 1948 bis Ende der 1960er Jahre liefen die Schüler der Niedersächsischen Heimschule Iburg morgens in der ersten großen Schulpause als Teil ihres Morgenlaufs um den See.

An dem in den Gartenanlagen unterhalb des Schlosses von Bad Iburg gelegenen See werden heute Boote vermietet. Das um den Charlottensee führende Teilstück der Bundesstraße 51 hieß früher Rennbahn. Die Straße wurde in Charlottenburger Ring umbenannt.

1992 wurde eine Veranstaltungsinsel im See angelegt und der nordöstliche Bereich des Geländes neu gestaltet. 2013 wurde die Schlosswiese, die nach dem Zweiten Weltkrieg von Schülern der Niedersächsischen Heimschule Iburg als Sportplatz angelegt worden war, umgestaltet und gehört seitdem zu dem Parkgelände am Charlottensee.

Der See ist bei Schlittschuhläufern beliebt, weil er wegen seiner geringen Tiefe leicht zufriert und ein Einbrechen durch die Eisschicht für erwachsene Schlittschuhläufer keine unmittelbare Lebensgefahr bedeutet.

St. Peter und Paul Kirche in Georgsmarienhütte

2 katholische Kirchen gibt es in der Stadt Georgsmarienhütte. Eine davon ist die St. Peter und Paul Kirche im Stadtteil Oesede.

Der Architekt war Wilhelm Sunder-Plaßmann.

Zwischen 1903 und 1906 wurde sie als Hallenkirche im neugotischen Stil erbaut. Das Gotteshaus wurde am 31. Mai 1906 von Bischof Hubertus Voß geweiht.

Die Gemeinde, die zum Bistum Osnabrück gehört, bildet eine Pfarreiengemeinschaft mit Heilig Geist (Oesede), St. Maria Frieden (Georgsmarienhütte-Harderberg) und St. Johann/St. Marien (Kloster Oesede).

Vorgängerbauten

St. Remigius war als ein Vorgängerbau geweiht. Der älteste Teil der St.-Remigius-Kirche war der Kirchturm aus dem 13. Jahrhundert. Ein Neubau des Gotteshauses wurde notwendig, weil durch die Gründung des Stahlwerks des Georgs-Marien-Bergwerks- und Hüttenvereins Mitte des 19. Jahrhunderts viele Arbeiter nach Oesede zogen. Die St.-Remigius-Kirche wurde nach Fertigstellung der St.-Peter-und-Paul-Kirche im Jahr 1906 nicht weiter geführt.

Innenausstattung

Hochaltar

Der Oeseder Unternehmer Carl Stahmer

(verst.1905) stiftete der Peter und Paul Kirche den Hochaltar. Der Entwurf stammte von dem Osnabrücker Bildhauer Lukas Memken (1860–1934). Der Unterbau mit herausgearbeiteten Säulenelementen und Heiligendarstellungen besteht aus Marmor; der neogotische Altaraufsatz aus mit Blattgold überzogenem Eichenholz. Eingefügt neben dem Tabernakel sind sechs Heiligenfiguren von Petrus, Paulus, Benedikt, Bonifatius, Elisabeth und Agnes. In den Altartisch wurden Reliquien der Märtyrer Leopardus und Micinius eingelassen. Die beiden Seitenaltäre schuf der Osnabrücker Bildhauer Heinrich Seling (1843–1912).

Kanzel

1912 wurde die vom Bildhauer Memken aus Eichenholz geschnitzte Kanzel eingebaut.

Taufbecken

Die Bronzefünte stammt aus dem 13. Jahrhundert. Im oberen Drittel besitzt die Fünte einen umlaufenden Fries von Figuren im Flachrelief. Sie stellen Christus, einen Propheten und die zwölf Apostel dar.

Orgel

Die Orgel der Kirche wurde 1969 von der Werkstatt Speith-Orgelbau in Rietberg gebaut. Sie hat 40 Register und 3284 Pfeifen, drei Manuale plus Pedal.

Glocken

Die ursprünglichen Bronzeglocken wurden 1917 zu Rüstungszwecken abgeliefert und eingeschmolzen. Das 1922 neu angeschaffte Bronzegeläut ging im Zweiten Weltkrieg auf gleiche Weise verloren. Seit 1948 hängt ein Gussstahlgeläut im Glockenturm.

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