Boarding Haus und Hotel „Osterhaus“

Das Boarding Haus und Hotel „Osterhaus“ in der Bramstraße im Osnabrücker Stadtteil Haste hat für immer seine Pforten geschlossen. 

Am 28. Dezember 2019 wurde die Einrichtung verkauft. Die Einnahmen sollen einem guten Zweck gespendet werden. 

„Osterhaus“ hatte 13 Appartements und eine Suite im Bauernhaus. 

Da stellt man sich die Frage, ob das Kaffeehaus „Osterhaus“ auch bald geschlossen wird. Wir hoffen ja mal nicht.

Historischer Weihnachtsmarkt Osnabrück

Geschichte des Osnabrücker Weihnachtsmarktes

In der Zeit des Weihnachtsmarktes verleiht stiimmungsvolle Beleuchtung der Osnabrücker Altstadt einen feierlichen Glanz. Seit vielen Jahren zählt er zu den schönsten Märkten im Norden und wurde auch schon mehrfach ausgezeichnet. Der erste Osnabrücker Weihnachtsmarkt fand vor zirka 180 Jahren erstmals statt.

In einem Schreiben von 4. November 1836 ist vermerkt, dass „Handwerker, KuchenBacker und alle, welche mit kurzen Waaren handeln, auf dem alten Rathause Waren zum Verkauf 8 Tage vor Weihnachten öffentlich ausstellen dürfen.“

Seither hat sich vieles getan:

Der historische Weihnachtsmarkt in Osnabrück erstreckt sich heute auf dem Marktplatz vor der mittelalterlich anmutenden Kulisse von Rathaus, Stadtwaage und Kirche St. Marien, sowie auch auf dem Domvorplatz. Das geschichtsträchtige Ensemble zieht Besucher in seinen Bann und macht neugierig auf das, was einst war, und das, was heute zu entdecken ist. Wie zum Beispiel das berühmte Rathaus im spätgotischen Stil, wo 1648 der Westfälische Frieden verkündet und somit der Dreißigjährige Krieg beendet wurde.

Viele sprechen beim Osnabrücker Weihnachtsmarkt auch vom „Stillen“ Weihnachtsmarkt.

Musikalisch begleitet wird lediglich das historische Karussell vor dem Rathaus. Generationen von Osnabrückern haben in diesem mehr als 100 Jahre alten Fahrgeschäft bereits ihre Runden gedreht.

Neben Traditionellem gibt’s auch Rekordverdächtiges zu entdecken: den mit sechs Metern Höhe größten Nussknacker auf einem Weihnachtsmarkt oder die weltgrößte funktionstüchtige Spieluhr mit lebensgroßen Figuren.

Mein persönliches Fazit über den Osnabrücker Weihnachtsmarkt:

Trotz der milden Temperaturen war der Weihnachtsmarkt sehr gut besucht. Für Groß und Klein ist es ein sehr schönes Erlebnis. An jeder Ecke findet man Buden zum Schlemmen und natürlich auch Glühwein und andere Getränke.

Zahlreiche Buden gab es, wo es handgefertigte Häuschen, Kerzenständer, Schmuck, etc. zu kaufen gab. Mir hat am meisten die Bude gefallen, wo man sämtliche Häuschen von Osnabrück erwerben kann. Zum Beispiel das Standesamt, Rampendahl und das Rathaus. (@ SST)

Dissens Unterwelten reloaded

Der Abriss des ehemaligen Albertinenkrankenhauses in Dissen hat begonnen und damit wird wohl auch ein Geheimnis verschwinden..

Denn Tatsache ist,dass es unterirdische Gänge gab, welche vom Krankenhaus zum Bahnhof führten und ebenso Haupthaus und Schwesternwohnheim miteinander verbanden. Jener Gang führte Berichten zufolge, weiter unter das Zentrallager der Firma Homann.

Auch Recherchen der Kollegen u.a. vom Osnastadtkreisblogger, bei den offiziellen Stellen brachten kein Licht ins Dunkel. Denn auch dort wusste man nichts von der Existenz dieser Gänge bzw. wollte davon nichts wissen.

Ältere Einwohner von Dissen und Bad Rothenfelde wussten jedoch zu berichten,dass im Bereich Palsterkamp und wohl auch dahinter Luftschutzstollen angelegt wurden, was eine logische Erklärung darstellen würde. Überliefert ist nämlich nur, dass in dem Gang/Stollen die Fahrgäste des Haller Willem Schutz und Zuflucht vor einem Tieffliegerangriff gesucht hatten. Halterungen für Tragen,Bänke etc.. in den Wänden des Stollens legen dies auch sehr nahe.

Dennoch, dieser Gang/Stollen existiert offiziell nicht, welcher oben auf dem Foto zu sehen ist…warum nicht?

Zur Firma Homann: Auch das Firmengelände verfügt nachweislich über ein groß angelegtes Katakombensystem, welches der Wartung und des Wasserschutzes dient, und alle Firmengebäude unterirdisch miteinander verbindet. Jene Gänge sollen auch verfüllt werden bei einer weiteren Nutzung des Firmengelände, um das Einstürzen der Gebäude zu vermeiden,welche ja unter Denkmalschutz stehen.

Ein ehemaliger Firmenmitarbeiter, welcher leider mittlerweile verstorben ist, konnte sogar belegen, dass sich ein unterirdischer Gang zwischen Werksgelände und Homann-Villa befindet.

Ebenso soll sich ein Wartungsstollen unterhalb des ehemaligen Gleisanschlusses befinde, welcher zum Bahnhof führt.

Wenn man Gerüchten glauben darf, an denen ja meistens ein Funken Wahrheit ist, gibt/gab es auch einen unterirdischen Verbindungsgang zwischen dem Homann-Gelände und dem Schulzentrum, wo sich auch ein Zugang des ehemaligen Hilfskrankenhauses befindet.

Tatsache ist auch,das es bestimmte Versorgungsleitungen vom Werk hierher gibt….

Im ehemaligen Hilfskrankenhaus befindet sich derzeit das Archiv des ehemaligen Albertinenkrankenhauses. Außerdem sollen dort Lagerräume vermietet worden sein. Aus Rücksicht auf die Mieter, ist leider keine Besichtigung mehr möglich. Da Schule und ehemaliges Hilfskrankenhaus technisch miteinander verbunden sind, werden auch die technischen Anlagen dort regelmäßig kontrolliert und gewartet. Die bisherige Krankenhausausrüstung von hier ist in erster Linie nach Litauen verbracht worden und zum kleinen Teil nach Afrika.

Jetzt eine Frage an unsere Leser:

Wer kann noch weitere Aussagen zu den unterirdischen Gängen in Dissen machen??

Vor allem hat noch jemand Fotos vom ehemaligen Hilfskrankenhaus??

Helft uns Licht ins Dunkel zu bringen!!!

Eine spezielle Bitte noch an alle unsere Leser:

Da man im Netz nichts findet und es auch so keine brauchbaren Informationen gibt; was hat es mit der „Westendarp-Gruft“ auf dem Friedhof in Dissen auf sich???

Text und Fotos: Thorsten Kruggel

Karmann ehemaliger Automobilhersteller

Gründung 1. August 1901

1. August 1901

Die Wilhelm Karmann GmbH war ein Automobil- und Karosseriebauunternehmen mit dem Hauptsitz in Osnabrück, Niedersachsen. Insgesamt fertigte Karmann rund drei Millionen Fahrzeuge. Daneben entwickelte und fertigte das Unternehmen Dachsysteme, Produktionsanlagen und Großwerkzeuge für andere Fahrzeughersteller. In den letzten Jahrzehnten übernahm Karmann auch Entwicklungsaufträge der OEM.

Neben dem Hauptsitz in Osnabrück existierten auch in São Bernardo do Campo, Brasilien sowie in Rheine Fertigungsstätten für Automobile. Weitere Produktionsstandorte insbesondere für Dachsysteme wurden in Plymouth (Michigan, USA), Puebla (Mexiko), Vendas Novas (Portugal), Żary (Polen) und Yokohama (Japan) und Sunderland (England) aufgebaut. Eine Fertigungsstätte für Produktionssysteme wurde in Chorzów (Polen) errichtet.

Geschichte

Wilhelm Karmann sen. übernahm zum 1. August 1901 den Osnabrücker Wagenbaubetrieb von Christian Klages am Kamp in der Osnabrücker Innenstadt. Er begann mit insgesamt zehn Mitarbeitern seine Selbstständigkeit. Zu der Zeit, Anfang des 20. Jahrhunderts, lagen natürlich die Prioritäten noch immer im Kutschenbau, aber schon im Jahre 1902 lieferte er seine ersten Karosseriebauten an die Dürkopp-Werke in Bielefeld. Weitere Einzelaufträge von Privatkunden und den Automobilfabrikanten Adler, DKW, Opel und Minerva folgten.

1911 fand der Umzug der Karmann-Werke an die Martinistraße im Stadtteil Wüste statt. Wilhelm Karmann meldete 1913 das erste Patent an: eine Mechanik für Klappverdecke. 1921 erhielt Wilhelm Karmann von der Aktiengesellschaft für Automobilbau in Berlin seinen ersten Großauftrag.

Im Jahre 1924 reiste Karmann in die USA, um die dortigen Fertigungsmethoden zu studieren und für seine Fahrzeugfertigung umzusetzen. Nach Rückkehr aus den USA gab er seine bisherige Holzbauweise der Karosserie auf und stellte zunächst auf Halbstahlbauweise um. Wilhelm Karmann erkannte die Bedeutung der Entwicklung und Herstellung von Presswerkzeugen für die serielle Automobilproduktion. Seit 1926 arbeitete er mit den Adlerwerken in Frankfurt am Main zusammen und wurde zum Pionier der Serienfertigung von Sonderfahrzeugen insbesondere für Cabriolets und Coupés. In den 1930er Jahren startete die Produktion in den neuen Werkshallen im Fledder. 1940 musste Karmann diese Fertigung einstellen und produzierte während des Zweiten Weltkriegs Heeres-Kraftfahrzeug-Aufbauten und Teile für die Flugzeugindustrie.

Der Aufstieg Im Krieg wurde das Werk zerstört, aber es wurde wieder aufgebaut.

Im Krieg wurde das Werk zerstört, aber es wurde wieder aufgebaut.

Karmann fokussierte sich dann hauptsächlich als Auftragsfertiger und Entwickler auf die Volkswagen AG. Schon 1935/36 hatte Ferdinand Porsche den Unternehmensgründer Wilhelm Karmann gebeten, die Möglichkeiten zur Entwicklung eines Prototypen für ein Volkswagen-Cabriolet zu untersuchen. Die Kriegswirren verhinderten, dass die Idee vorangetrieben wurde und die Zusammenarbeit mit Volkswagen begann. Am 1. August 1949 unterzeichnete Wilhelm Karmann einen Auftrag von Volkswagen „auf 1.000 Stück viersitziges, vierfenstriges Kabriolet Typ 15“. Aus diesen „1.000 Stück“ sind dann im Verlauf der nächsten 50 Jahre insgesamt 2.548.765 Fahrzeuge für den Auftraggeber Volkswagen vom Band gefahren.

Letztes VW 1303 Cabriolet

Für Volkswagen wurden neben dem Käfer Cabriolet und dem Karmann-Ghia sämtliche Cabriolets der Fahrzeugmodelle VW Golf sowie der VW Scirocco und VW Corrado gefertigt. Karmann expandierte und baute in den 1960er Jahren weitere Fahrzeugwerke in São Bernardo do Campo (Brasilien) und Rheine auf. In den Jahren ab 1965 wurden Gesamtfahrzeuge und Karosserien vom BMW Coupé 2000 C/CS (Vierzylinder), später auch die größeren BMW E9-Sechszylinder-Coupés im westfälischen Werk Rheine hergestellt. „Hochzeit“ (Einbau des Motors in die Karosserie) und Endmontage war im Werk München.

In den späten 1970er und den 1980er Jahren fertigte Karmann den Rohbau des Coupés der 6er-Reihe von BMW und die Cabriomodelle des Ford Escort als Gesamtfahrzeuge. Ab Anfang der 1990er Jahre wurden das Mercedes CLK Cabriolet, der Ford Escort RS Cosworth, der KIA Sportage und ab 1997 das Audi Cabriolet bzw. das Audi A4-Cabriolet und das Chrysler Crossfire Coupé und Roadster als Gesamtfahrzeuge gefertigt. Hinzuzurechnen sind die Auslauffertigung der VW Gold Limousine und des VW Golf Variant A3.

Karmann-Mobil auf VW T2 Außerdem wurden ab dem Jahr 1977 auch Reisemobile und später auch Wohnwagen unter dem Namen Karmann-Mobil hergestellt. Die Idee für sein erstes Reisemobil bekam Wilhelm Karmann auf einer Reise in Südafrika. Die ersten Fahrzeuge wurden auf der Basis eines Volkswagen T2 gebaut, gefolgt vom T3 und LT sowie dem Mercedes-Benz T 1. Parallel wurden die Wohnwagenmodelle Postillion 4500 und 5000 entwickelt und im Jahr 1982 auf den Markt gebracht. Es etablierten sich vor allem die Reisemobile, die Wohnwagenproduktion wurde nach einigen Jahren wieder eingestellt. Es folgten weitere Modelle, wie Gipsy, Davis und Distance. Im Jahr 2000 wurde das Unternehmen Karmann-Mobil an den Reisemobilspezialisten Eura Mobil verkauft.

Außerdem wurden ab dem Jahr 1977 auch Reisemobile und später auch Wohnwagen unter dem Namen Karmann-Mobil hergestellt. Die Idee für sein erstes Reisemobil bekam Wilhelm Karmann auf einer Reise in Südafrika. Die ersten Fahrzeuge wurden auf der Basis eines Volkswagen T2 gebaut, gefolgt vom T3 und LT sowie dem Mercedes-Benz T 1. Parallel wurden die Wohnwagenmodelle Postillion 4500 und 5000 entwickelt und im Jahr 1982 auf den Markt gebracht. Es etablierten sich vor allem die Reisemobile, die Wohnwagenproduktion wurde nach einigen Jahren wieder eingestellt. Es folgten weitere Modelle, wie Gipsy, Davis und Distance. Im Jahr 2000 wurde das Unternehmen Karmann-Mobil an den Reisemobilspezialisten Eura Mobil verkauft.

Auftragsfertiger in der Krise Mitte der Jahre zwischen 2000 und 2010 zeigten sich Probleme für die europäischen Auftragsfertiger von Nischenfahrzeugen. Die Beschäftigungssicherungsverträge der großen OEM mit den Gewerkschaften einerseits und die technologischen Fortschritte im Fahrzeugbau führten dazu, dass der Bau auch von Nischenfahrzeugen nicht mehr ausgelagert, sondern innerhalb des OEM-Produktionsverbundes erfolgte. Zusätzliche Liquidität wurde benötigt, um die sich abzeichnende Krise bewältigen zu können. Nicht zum Kerngeschäft gehörende Geschäftsfelder wurden verkauft. Diesem Trend musste auch Karmann folgen.

Mitte der Jahre zwischen 2000 und 2010 zeigten sich Probleme für die europäischen Auftragsfertiger von Nischenfahrzeugen. Die Beschäftigungssicherungsverträge der großen OEM mit den Gewerkschaften einerseits und die technologischen Fortschritte im Fahrzeugbau führten dazu, dass der Bau auch von Nischenfahrzeugen nicht mehr ausgelagert, sondern innerhalb des OEM-Produktionsverbundes erfolgte. Zusätzliche Liquidität wurde benötigt, um die sich abzeichnende Krise bewältigen zu können. Nicht zum Kerngeschäft gehörende Geschäftsfelder wurden verkauft. Diesem Trend musste auch Karmann folgen.

Am 8. April 2009 meldete Karmann die vorläufige Insolvenz an. Davon waren auch die mit der Wilhelm Karmann GmbH verbundenen inländischen Tochterunternehmen in Rheine (Kreis Steinfurt) und Bissendorf (Landkreis Osnabrück) betroffen.

Als letztes Fahrzeug rollte am 23. Juni 2009 um 11:35 Uhr ein schwarzes Mercedes CLK-Cabriolet vom Band.

Am 20. November 2009 teilte Volkswagen mit, Teile von Karmann übernehmen zu wollen. Somit wurden in Osnabrück ab 2011 wieder Fahrzeuge produziert. Aus der Karmann-Insolvenzmasse übernahm Volkswagen die Fabrikgebäude sowie Maschinen, Anlagen und Grundstücke. Die Volkswagen Osnabrück GmbH umfasst heute mit Ausnahme der Dachsyssteme alle ehemaligen Karmann-Sparten von den Produktionssystemen (Metallgruppe) über Presswerk, Karosseriebau, Lackiererei, Montage bis hin zur Technischen Entwicklung.

Im Juni 2011 hat die Daimlertochter MBtech Group den 60-prozentigen Anteil der Karmann GmbH an der Automotive Testing Papenburg (ATP GmbH) gekauft. MBtech ist nun alleinige Eigentümerin.

Bilder Netzfund

Die ersten Trabis in Osnabrück 1989

Als die Grenzen der DDR geöffnet waren, spürte man das auch sehr schnell in Osnabrück.

Die ersten Trabis in Osnabrück waren am 11. November 1989 auf einem Samstagmorgen. Die Insassen der Fahrzeuge ließen sich im Rathaus ihr Begrüßungsgeld, in Höhe von 100 Mark, auszahlen.Der Stadtkasse drohte schon das Geld auszugehen – da sprang ein Fleischermeister ein.

Hunderttausende aus der DDR nutzten ihre neue Reisefreiheit, um mit der Reichsbahn oder mit dem Auto in den Westen zu fahren.

Am ersten Wochenende nach dem Mauerfall landete auch ein kleiner Teil in Osnabrück. Eigentlich hatte die Stadtverwaltung dienstfrei aber es wurde kurzfristig und unbürokratisch dafür gesorgt, dass alle 198 Antragsteller ihr Begrüßungsgeld erhielten. Diese 100 Mark war eine einmalige Zahlung, die einreisenden DDR-Bürger von der Bundesrepublik Deutschland zuerkannt wurde. Für die Auszahlung waren die Städte und Gemeinden zuständig.

Als der Hausmeister Helmut Broxtermann, am 11.11.1989 seinen Dienst antrat, standen schon die ersten zwei Besucher vor dem Rathau. Da er ihnen kein Geld auszahlen konnte, bot er ihnen erstmal einen Kaffee an. Geld konnte er ihnen nicht aushändigen, stattdessen kochte er ihnen Kaffee.

Der herbeigerufene Kultusdezernent Reinhard Sliwka plünderte die Portokasse und zahlte die ersten 200 Mark aus. Aber schon bald kamen die nächsten Gäste und an das Geld der Stadtkasse kam Sliwka nicht heran, weil die gesamte Barschaft im Tresor durch ein Zeit-Sicherheitsschloss bis zum Montagmorgen eingeschlossen war.

Einige der Mitarbeiter der Stadtverwaltung hoben an Geldautomaten Geld von ihren Privatkonten ab, um die Besucher nicht mit leeren Händen gehen zu lassen. Aber das Geld reichte nicht und der Andrang nahm zu. Stadtkämmerer Bolko Schubert hatte schließlich eine Idee. Er ging zur Fleischerei seines Vertrauens und lieh sich 10.000 Mark aus der Geschäftskasse. Ein Darlehnsvertrag war nicht nötig: Fleischermeister Franz Mandel genügte ein Handschlag.

Die Besucher aus der ehemaligen DDR waren überglücklich: „Alle sind unheimlich nett zu uns!“, lautete der allgemeine Tenor. Ein großer Teil der ausgezahlten 19.800 Mark wurde gleich in Osnabrück verkonsumiert.

Albertinenstift Dissen

1901 stiftete Herr Kommerzienrat Fritz Homann, anlässlich des 25 jährigen Jubiläums von Homann.

Dr. Schloymann wurde erster Chefarzt.

30000 Reichsmark für den Neubau eines Krankenhauses in Dissen. Das Albertinenstift eröffnete im November 1904 mit 25 Krankenbetten. Durch eine weitere Spende der Familie Homann in Höhe von 25000 Reichsmark konnte 1926 das Gebäude aufgestockt werden und ein Operationszimmer eingerichtet werden.

Aus dem Albertinenstift wurde später das Albertinenkrankenhaus, dass es heute auch nicht mehr gibt.

Fritz Szalinski deutscher Bildhauer

Doch wer war dieser Mann?

Fritz Szalinski wurde am 8. Dezember 1905 in Osnabrück-Haste geboren und verstarb am 20. Mai 1978 in Osnabrück. Er war ein deutscher Bildhauer. Viele seiner Werke befindet sich im Öffentlichen Raum, vor allem in seiner Heimatstadt Osnabrück. Szalinski arbeitete in Holz, Stein, Metall sowie Keramik und zeichnete auch.

Fritz Szalinski wurde als Sohn von Fritz (Friedrich) Szalinski (1878–1945), der 1900 aus Lesgewangminnen bei Tilsit (Ostpreußen) nach Osnabrück gezogen war, und dessen Frau Amalie Szalinski, gebürtig Steinbacher (1881–1911), geboren. Auch seine Mutter stammte aus Ostpreußen. Als Fritz 5 Jahre alt war, verstarb seine Mutter. Sein Vater arbeitete als Werkzeughärter, bildete sich fort und wurde 1919 hauptberuflicher Sekretär des Deutschen Metallarbeiter-Verbandes, dessen Nachfolge 1945 die IG Metall antrat. Nach dem Tod seiner Frau ging Fritz Vater eine zweite Ehe mit Karoline Szalinski, gebürtig Glindmeyer (1890–1970), ein. Die  Schwester Henriette, genannt Henny, wurde 1916 geboren. Der Vater erlitt als Gewerkschafter politische Verfolgung. Er wurde im August 1944 verhaftet und kam am 15. Januar 1945 im Konzentrationslager Neuengamme zu Tode. An ihn und andere verfolgte Osnabrücker Gewerkschafter erinnern seit Juni 2008 Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnig am Kollegienwall, dem früheren Standort des Osnabrücker Gewerkschaftshauses.

Fritz Szalinski besuchte die Evangelischen Volksschule in Osnabrück. Im Handfertigkeitsunterricht entdeckte er seine Begabung für das Holzschnitzen. Nach dem Schulabschluss machte Fritz Szalinski machte 1920 bis 1924 eine Ausbildung als Holzbildhauer beim Osnabrücker Bildhauer Bruno Henning sen., der ihn bereits während seiner Schulzeit gefördert hatte. Seine Gesellenprüfung bestand Szalinski mit Auszeichnung und erhielt einen „Staatspreis als bester Prüfling“. Nach einem Jahr als Bildhauergeselle studierte er von April 1925 bis Juli 1928 an der Holzschnitzschule Bad Warmbrunn in Niederschlesien. Es folgten bis 1928 vier Semester an der Kunstakademie Königsberg, außerdem belegte er die Fächer Anatomie und Kunstgeschichte an der Universität Königsberg. An der Kunstakademie erhielt er zwei erste Preise bei Wettbewerben für Plastiken, die von der Akademie ausgeschrieben worden waren. In Königsberg lernte er seine spätere Frau Charlotte Eckert, genannt Lotte (1906–1988), kennen, die dort die Kunstgewerbeschule besuchte. Sie arbeitete vornehmlich als Malerin und Batikerin.

Rückkehr nach Osnabrück 1928 

Im Jahre 1928 kehrte Fritz Szalinski nach Osnabrück zurück und eröffnete ein Atelier in der Dielinger Straße, im Zentrum der Altstadt. Im folgenden Jahr hatte er seine erste größere Ausstellung. 1929 gründete er zusammen mit der Malerin Maria Rasch in Osnabrück den „Bund Bildender Künstler“, den er bis 1933 leitete. 1945 gründete er ihn neu und übernahm wieder für mehrere Jahre den Vorsitz.

1930 heirateten Szalinski und Charlotte Eckert. An der Exposition coloniale international war er 1931 mit dem Aufbau eines indonesischen Tempels für die Niederlande beteiligt.

In seinen Anfangsjahren als freiberuflicher Künstler sicherte er seinen Lebensunterhalt als Maler von Kinderportraits. Außerdem unterrichtete er bis 1933 am Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium. Der Sohn Peter wurde 1934 geboren.

Während des Zweiten Weltkriegs war Szalinski von 1941 bis 1944 nach der Zerstörung der Berliner Staatsoper Unter den Linden durch einen Bombenangriff als Bildhauer an deren Wiederaufbau beteiligt. In der Bauhütte der Staatsoper schuf er figürliche und ornamentale Werke für die Oper.

Am 13. September 1944 wurde sein Atelier in Osnabrück durch einen Bombenangriff vernichtet. Die Werke, die sich in dem Atelier befanden, wurden zerstört. Die Familie blieb zum Glück unversehrt. Die letzten Kriegsmonate verbrachten sie in einem gemieteten alten Bauernhaus in Evinghausen, einer Bauerschaft am Wiehengebirge bei Osnabrück, das sie bis dahin als Wochenendhaus genutzt hatte. Fritz Szalinski wurde 1944 zum Wehrdienst eingezogen, „erlebte aber nur noch Rückzüge bis zum schrecklichen Ende. Es war die erbärmlichste Zeit meines ganzen Lebens“. 

Im Jahre 1952 legte Szalinski vor der Osnabrücker Handwerkskammer die Prüfung als Stein- und Holzbildhauermeister ab. Fritz bestand sie mit Auszeichnung. 1953 bezog Szalinski ein Atelier in der Straße Bocksmauer in Osnabrück. Die Familie bezog das zum Wohnhaus erweiterte Gebäude 1956.

Bis 1972 arbeitete er als freischaffende Künstler. Er war an einer Vielzahl von Einzel- und Gruppenausstellungen beteiligt. Zehn seiner Werke befanden sich in Osnabrücker Museumsbesitz; vier von ihnen verschwanden jedoch. Er restaurierte und rekonstruierte außerdem Werke anderer Künstler wie die vier Skulpturen am Rand der Terrasse des Osnabrücker Schlosses oder 1966 das Wappen des letzten evangelischen Osnabrücker Fürstbischofs Friedrich von York an der Bischöflichen Kanzlei.

Fritz Szalinski starb 1978. Sein Grab, für das er das Grabmal geschaffen hatte, befindet sich auf dem Heger Friedhof in Osnabrück.

Der Türgriff vom Osnabrücker Rathaus ist wohl eines seiner bekanntesten Werke.

Netzfund

Else Eberhardt – Haas

Aber wer war diese Frau? Eine sehr interessante Spurensuche begann.

Sie ist wohl die älteste Osnabrücker Künstlerin.

Kunst war ihr Leben.

Else, Kurzform von Elisabeth, wurde am 10. November 1882 in Melle geboren. Mit ihren beiden Geschwistern Ida, Margarete und ihrem Bruder August wuchs sie auf.

Zu ihrem älteren Bruder hatte sie eine sehr innige Beziehung und unterstütze ihn immer so gut wie sie konnte, auch in der beruflichen Situation von August.

Zu ihrem 85. Geburtstag und auch gleichzeitig zum 15. Todestages von ihrem Bruder veröffentlichte Else ein gemeinsam geschriebenes Buch.

Ihre Eltern waren der Kaufmann Heinrich Eberhardt und seine Frau Johanne, geborene Fromme.

Seit 1886 lebte sie in Dissen mit ihrer Familie auf dem Frommenhof. Es gab immer wieder kurze Unterbrechungen, durch Privatschulen in Disseri und Dresden. Dort bekam Else sehr viele Kunstanregungen.

Ihre erste gute Zeichnung war der „alte Wallnussbaum vor dem Hause, schneebedeckt“, im Garten des Frommenhofs. Zu dieser Zeit war Else 14 Jahre alt.

Else Eberhardt – Haas studierte in Berlin von 1905 bis ungefähr 1910 an der Kunstschule des Vereins Berliner Künstlerinnen.

In der Zeit waren Ölbilder und Radierungen ihr Hauptgebiet, wie Landschaften, Stillleben und Porträts.

Im Jahre 1911 machte sie eine Studienreise nach Holland und England. 1912 heiratete Else und wurde dadurch nach Chicago verschlagen. Alle Bilder, die dort entstanden, gingen verloren. Ihr Mann hieß Adolf Haas war ein deutscher Arzt, der in Amerika arbeitete.

Sie brachte vier Kinder zur Welt, vier Buben.

Eberhard, Walter, Helmut und Klaus- Dieter. Helmut und Klaus-Dieter haben den Krieg nicht überlebt.

Einer ihrer Söhne, Walter, war Diplom, Ingenieur Architekt. Er hat beim Umbau des Schützenhauses in Dissen mitgewirkt und war auch am Umbau der ehemaligen Volkshochschule in Dissen beteiligt.

Im Jahre 1914 kehrte Else zu Besuch nach Dissen zurück, durch den Kriegsausbruch wurde daraus ein lebenslanger Aufenthalt mit eifrigem Schaffen und künstlerischem Schauen auf vielen Reisen. Ihr Mann besuchte sie sehr selten. 1917 arbeitete sie in einem Berliner Kunstatelier, 1924 in München, wo sie drei Monate in der Werkstatt von Hans Hoffmann wirkte. Weitere Reisen nach Italien und Frankreich, in diesen beiden Ländern lebte sie eine längere Zeit in den Kunstzentren und bekam dadurch auch den Anschluß an die Kunst der Gegenwart.

Sie brachte viele Bilder und Studien als malerische Ausbeute heim. Ihre Bilder waren ausgestellt in Bremen, Fischerhude, Hannover, Hamburg, Münster, Bielefeld und wiederholt in Osnabrück. Arbeiten hängen in den Museen von Münster, Bielefeld und Osnabrück. Die meisten Bilder, vor allem Porträts, befinden sich weit verstreut über Deutschland im Privatbesitz, zum Beispiel in Hessen, Dissen und Bad Iburg. In ihren Bildern spiegelt sich die Liebe zur Landschaft, sie erfaßt sie mit reicher Musikalität.

Else Eberhardt – Haas hatte ein sehr langes Leben, sie wurde stolze 95 Jahre alt und verstarb 1977 in Dissen, wo sie auch beerdigt wurde.

Durch Gespräche innerhalb der Familie, kann man davon ausgehen, dass vermutlich ihr Lieblingsplatz in Dissen ihr Zuhause war, der Frommenhof.

Ein großer Dank geht an Sven Brönstrup, der Urenkel von Else Eberhardt-Haas, der mir Informationen, Material und Bilder zur Verfügung gestellt hat.

Führung auf dem Baumwipfelpfad in Bad Iburg

Führung mit Uwe Augustinus Schäfer auf dem Baumwipfelpfad in Bad Iburg und zurück durch den Wald in Richtung des Baumwipfelpfad. Vorbei ging es an einigen Installationen, die von der Landesgartenschau auf den Lichtungen zurückgeblieben sind.

Am Anfang der abendlichen Führung wurde ein kleiner Schwenk in die Geschichte von Bad Iburg gemacht und dann ging es los zur Führung über den Baumwipfelpfad. An verschiedenen Stationen wurde halt gemacht und über die Geschichte des Waldes und Baumwipfelpfad berichtet. Fazit: Interessante Führung, im Dunkeln und auch für Kinder gut geeignet. Kann diese Führung empfehlen und würde jederzeit nochmals daran teilnehmen.

eine Erinnerung vom Baumwipfelpfad

@S.Br.

Weiterlesen Führung auf dem Baumwipfelpfad in Bad Iburg

Haus Willmann in Osnabrück

Das Haus Willmann in Osnabrück

ist eines der letzten repräsentativen Fachwerkhäuser aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts.

Im Giebel steht die Zahl 1586. Das Haus hat mehrere Stadtbrände und einen Bombenangriff überstanden. Es gehört wegen seines reich verzierten Fachwerks zu den meistfotografierten in Osnabrück. Blickfang zu ebener Erde sind natürlich die Schaufensterauslagen der Weinhandlung Fohs . Aber sobald man nach oben schaut, fasziniert die Fassade: Im Zentrum einer Reihe von Sonnenrad-Dekoren ist der Sündenfall von Adam und Eva im Paradies dargestellt. Dieses Motiv schmückte üblicherweise die Aussteuer einer jungen Braut. Viel spricht dafür, dass das Haus vor 430 Jahren als Heim für ein neuvermähltes Paar errichtet wurde. Die Verzierungen wurden direkt in die Balken geschnitzt, was im 16. Jahrhundert ein kostspieliges Verfahren war.

Es war immer ein Handelshaus, mit ein 5,40 m hohen Diele, die bis zur ersten Vorkargung der Schauseite reichte. Von der Diele aus, wurden durch eine große Luke , mit Seilwinden die Waren in die oberen Geschosse hochgezogen. Vieh, wie es in den Bauernhäusern üblich war, hat es in diesem Handelshaus nie gegeben.

Epoche

Wenn der Giebel auch gotische Merkmale zeigt, so ist er doch wegen der Fülle der schmückenden Holzschnitzereien, der Renaissance zuzurechnen.

Giebelinschrift

Wo Godt nicht selvest Dat Huess vprichtet. Unde Schaffet alle dynk daryne CXXVI PS

Dat mi de leve Gott tovogt An dem mich alle tith genogt

Wir baven alle veste Sind doch nich men frombde geste

Wen dar wi Ewich sollen sym Dar denken wir gar wenich hin

Gelich als dorch eines sünd De dodt in de Welt is kommen geswind

So ist dorch eines Gerechtigkeit Wedderum gebracht de Sachlichkeit

ROM. 5 ANNO 1 5 8 6 RENOVATUM ANNO DOMINI 1891

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