Alles Dank Fritz Homann

Die Geschichte des Dissener Krankenhauses 

Es begann vor über 100 Jahren, mit einer Spende und einer romantischen Geste vom Unternehmer Fritz Homann. Der Samtgemeinde stiftete Fritz Homann 300000 Mark für einen Bau eines Krankenhauses, da seine Fleisch – und Wurstwarenfabrik 25-jähriges Bestehen hatte. 

Fritz hatte nur einen Wunsch : Das Gebäude sollte den Namen seiner Frau Albertine bekommen. 

1904 feierte der „Albertinenstift“ seine Eröffnung – erst einmal als reines Belegkrankenhaus mit 25 Betten. Dr. Schloymann wurde der erste Chefarzt. 

Nach dem Ersten Weltkrieg vermehrte sich die Zahl der Patienten um das Vierfache, sodass das Haus aus allen Nähten platzte. 

Zum 50-jährigen Firmenbestehen stiftete die Firma Homann noch einmal 25000 Mark, was zu einer grundlegenden Erweiterung des Baus führte.  Durch die Erweiterung bot die Albertine Platz für 60 Patienten, außerdem wurden ein Operationsraum, ein Röntgenzimmer und eine Leichenhalle eingerichtet. 

Zum 75-Jährigen schenkte Homann der Samtgemeinde das Grundstück mit allen Gebäuden sowie 52000 Mark.

Im Jahre 1966 übernahm die Innere Mission Osnabrück, das spätere Diakonische Werk, die Trägerschaft. Im selben Jahr wurde das Schwesternwohnheim errichtet. 

Eine Einrichtung einer Krankenpflegeschule wurde 1968 gebaut. Im Jahre 1971 zog „die Albertine“, wie die Dissener ihre Klinik fast zärtlich nannten, in den Neubau. Zu dieser Zeit hatte das Krankenhaus 3 Hauptabteilungen:

Chirurgie, Innere Medizin und Gynäkologie /Geburtshilfe. 

1973 kam eine Intensivstation hinzu. Weiter folgten Belegabteilungen für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde und Urologie. 

Am Haupteingang stand es noch in Stein verfasst wann der Anbau kam.

Zu den letzten größeren Umbaumaßnahmen zählt die Umwandlung der ehemaligen Wäscherei im Erdgeschoss in eine zentrale Patientenannahmestelle mit Notfall-Ambulanz. 

Das Krankenhaus war Jahrzehnte lang unter der Trägerschaft der Diakonie und firmierte unter Diakonie Krankenhaus Osnabrücker Land. Erst wenige Jahre vor der Schließung  im Dezember 2014 übernahm das Klinikum Osnabrück das 130 – Betten – Haus. verkauft. Ab da war es das Klinikum Osnabrücker Land

In den letzten Jahren hatte die Qualität des Krankenhauses nachgelassen, oft musste das Personal zwischen Patienten und Ärzten dolmetschen da diese teilweise wenig bis gar kein Deutsch sprechen konnten. Das Land Niedersachsen hatte Millionen zur Standortsicherung bzw für die Sanierung versprochen und zugesagt, dieses Geld kam leider nie an. Es war geplant den Standort Georgsmarienhütte zu schließen und die Mitarbeiter/ innen ebenso Abteilungen zu verlegen. Doch es kam anders als erwartet und das Dissener Krankenhaus schrieb rote Zahlen und wurde im Dezember 2014 geschlossen. So endete nach über 110 Jahren die Ära der von den Bürgern und Bürgerinnen liebevoll genannte Albertine. Demonstrationen und Mahnwachen nutzten nichts und brachten keine positive Wendung.

Das ehemalige Albertinenkrankenhaus wird abgerissen und was Neues wird entstehen. 

Ein Dank geht an Sven Brönstrup (Osnastadtkreisblogger) und Thorsten Kruggel (Osna-News), die mir Fotos zum Verwenden, gegeben haben.

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